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BLOG die mit dem Hund geht

BLOG die mit dem Hund geht

Ich habe gern die Kontrolle, will wissen wie es läuft

Posted on December 7, 2016 at 9:20 AM

Wenn ich machtlos bin, fühle ich mich ohnmächtig, das ertrage ich nicht !


Ich habe alles im Griff, alle äusseren NOTwendigkeiten sind erfüllt, habe mich fast zu Tode geschuftet und am Ende des Tages noch meine Wohnung poliert. Alles immer in Ordnung zu halten, blitz blank musste es sein, das war mein Lebenselixier. Ich glaubte wirklich daran, dass das für mich richtig ist. Heute weiss ich, es war nur meine Form der Kontrolle über eine Situation, die mich so sehr schmerzte, dass ich nur einen Weg für mich fand, das auszuhalten, um eben nicht die Kontrolle zu verlieren.

Ich kenne das ausserdem bei vielen anderen Verhalten, dass ich all meine inneren Bedürfnisse vermeintlich im aussen zu erfüllen versuchte. Ich glänzte in meinen Jobs, begeisterte meine Chefs, meine Kunden, meine Partner (besser Liebhaber), projizierte zu guter letzt all meine unerfüllten Gefühle und mein eigenes Liebesbedürfnis auf meinen Hund. Ich entwickelte ein richtiges Helfersyndrom, neigte dazu einfach alles und jeden zu bemuttern, ohne zu spüren ob er es brauchte oder nicht.

Die Schattenseite der VerANTWORTung ist die Kontrolle. Aber was? habe auch ich ausgerufen, ich bin doch ein verantwortungsbewusster Mensch, gehe schön brav all meinen Pflichten nach, meine Wohnung ist blitzblank sauber, ich bezahle alle meine Rechnungen immer pünktlich, bin sehr rechtschaffen und ehrlich zur Welt, erledige immer alles zu jedermanns und frau‘s Zufriedenheit. Also erzähl mir nichts von Verantwortung. ICH bin die Verantwortung in Person(a)!

Atempause, kurz innehalten und nachdenken, geht’s Dir grade auch so?

Im Verlaufe meines Lebens mit vielen schmerzhaften Erlebnissen wurde mir irgendwann klar, meistens wenn ich ganz unten war, wie wenig mir all diese Kontrolle JETZT nützte. Was konnte ich ausrichten? ich fühlte mich ohnmächtig, meine innere Trauer, welche ich gegen Aussen schön zu verstecken versuchte, all mein gesammelter Schmerz schien mich jetzt in diesem kleinen Moment der Schwäche aufzufressen.

Kontrolle wo bist Du jetzt, he lass mich nicht einfach sitzen !

 

Immer wieder zog ich Menschen (auch Männer) in mein Leben, die mich belogen, betrogen und ausnützten, diese Mistkerle dachte ich natürlich damals. Irgendwann kam der Moment, als ich zu fragen begann, weshalb sich das immer wieder wiederholt?
Du wirst jetzt vielleicht denken, weil Männer einfach Schweine sind, ja manchmal sind sie das, aber warum kommen sie immer ausgerechnet zu Dir diese Schweine ?

Ich weiss heute, dass sie mir mein Inneres zeigten, wie ehrlich war ich denn? Ich konnte mir das nie vorstellen, dass mir diese Menschen etwas aufzeigen wollten, denn ich fühlte mich ja mit der ganzen Welt „ehrlich“, nur ich wurde immer beschissen, also wie konnte das nur sein?

Ist es vielleicht möglich, dass ich überall alles erfüllte, ehrlich war, nur zu mir SELBST nicht ? Oder wie ehrlich ist es denn, sich von einem Mann demütigen zu lassen, in unerfüllten Jobs zu bleiben, und nichts daran für DICH zu ändern? Wie ehrlich ist es denn an lästigen Veranstaltungen mit Verwandten anzutanzen, obwohl ich lieber für mich schöne Stunden in der Natur verbringen oder einfach ganz etwas anderes unternehmen würde?
Und, und, und....diese Liste kann unendlich von Dir fortgesetzt werden, Du wirst eine Menge finden, wenn Du ehrlich bist ;-)

Langsam wirst Du sauer auf mich, ich weiss, kann Dich spüren, es ginge mir genauso. Dann lass es setzen, und lies doch einfach ein anderes Mal weiter, wenn Du magst. Und geh raus und schrei diese Wut, die ich grade in Dir entfache in den Wald hinaus, schlag in ein Kissen, was auch immer für Dich stimmig ist, aber lasse sie zu, sie ist ein erster grosser Schritt, diese Kraft zu verwandeln, Dein Leben SELBST zu gestalten, Dich zu lieben, Dich ehrlich zu behandeln, Dich an erste Stelle zu setzen!

Depression, ewige Antriebslosigkeit und Traurigkeit, mangelnde Energie, Burnout usw. Ich habe sie alle durch und etwas grundlegendes erst verstanden, als ich das alles SELBST erlebt und GEFÜHLT hatte. Genau dies brauchte ich um zu begreifen: Flucht und Kampf erschöpft meine Lebensenergien gegen die notWENDIGe Veränderung. Nur mein Fall in die totale Dunkelheit, ein kaum mehr zu ertragender Schmerz mit mir zu sein und mein Leben nicht mehr zu ertragen weckte mich, einer möglichen Veränderung wenigstens mal Hallo zu sagen. Es war weniger schmerzhaft, als zu bleiben wo ich war, und so traute ich, mich langsam dafür zu öffnen, was da noch in mir sein könnte, ich erlaubte mich langsam SELBST kennen lernen zu wollen.

Es war ein Schritt eine Liebende für mich SELBST zu werden. Nach meiner letzten Beziehung, wo ich wieder nur belogen wurde, nicht in meinen Gefühlen verstanden, machte ich mich dann auf den endgültigen Weg  zu mir SELBST, und zwar ganz allein. Ich hielt nicht länger am Leiden fest und beschloss zu reifen. In der Natur sehen wir, das Sterben und Vergehen zum Neuwerden führen, das können wir auch auf uns, auf unsere Gefühle übertragen.

Als ich einst diese tiefe Ohnmacht (für mich eine unendliche Leere und handlungsunfähigkeit) fühlte fragte mich ein guter Freund: was stirbt? Diese Frage liess mich nicht mehr los und ich begann mich und meine Gefühle nach und nach zu erforschen. Sie zu fühlen war schmerzhaft, aber das machte keinen Unterschied zu vorher, glaub's mir. Keins von all den Schreckgespenstern, die mich vorher davon abhielten, und nun in Form meiner ungelebten Gefühle begegneten, waren wirklich dunkler, als alles was ich zuvor erlebt hatte. Im Gegenteil, meine Gefühle anzunehmen, brachte mir Tag für Tag ein Stück von mir SELBST zurück, ich kam nach und nach in eine unbeschreibliche Kraft, die mir vorher fehlte.

Heute weiss ich ein jedes Mal, wenn diese Leere aufkommt, dass etwas wunderbares ihr folgen wird, wenn ich es nur erlaube, auch den Schmerz und die Leere zu fühlen, dieser kleine innere Tod macht nur Platz für etwas Neues, etwas schöneres in mir. Es ist ein Prozess zur Ganzheit, den ich heute erlebe, wenn ich mich leer fühle.

Die Ohnmacht (ohne Macht) ist gänzlich aus meinem Leben verschwunden, seit ich meine eigene Krft akzeptiere und die Verantwortung für mich, somit für all meine Gefühle und mein Leben übernommen habe.

Eine Frau, die in die Fremde (Einsamkeit) geht muss für sich allein stehen können. Sie muss lernen sich SELBST auszuhalten, sich mit ALLEM zu verSORGEN, was sie braucht.

Heute weiss ich, Verantwortung ist die Kraft der Tat für mich SELBST, nicht für das Aussen, sondern selbstbestimmt ohne Schuldgefühle, auch wenn ich nein sage, mich abgrenze und nicht mehr anpasse. Meine aufgestaute Wut hat ihriges dazu getan, damit ich diesen Weg in mir finde, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Die Sängerin Gila Antara hat in einem Lied die Gefühle der Frauen, die Verlassenheit erlebt haben, so ausgedrückt:

“Ich frage mich, warum du mich verlassen musstest, einfach so davongehen.
Ich habe geweint und gehofft, dass du zu mir zurückkommen würdest
und mit mir für immer zusammenbleiben.
Aber du drehtest dich nicht mehr um
und du schautest nicht mehr zu mir zurück,
verlassen musste ich all meinen Kummer und Schmerz anschauen,
aber durch das alles habe ich gelernt, mit der Kraft in mir zu leben
und ich werde stärker mit jedem Tag.

Und nun gehe ich aufrecht,
mein Herz schlägt für alle Wesen,
die Winde gehen und die Flüsse fliessen
und Liebe ist in meinem Herzen, wohin ich auch gehe.

Und ich sehe die Sonne aufgehen,
die Schönheit von Schnee und Eis,
Freude hebt die Sorgen hinweg
und der Schmerz schmilzt dahin,
seitdem ich gelernt habe,
mit der Kraft in mir zu leben
und ich werde stärker mit jedem Tag.”



Wieviel Mut und Tapferkeit, wieviel Vertrauen und Lebenskraft liegt in den Frauen, die durch Verlassenheit und Verzweiflung hindurch das Leben wieder neu wagen?

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